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Die Akten der Religionspädagogischen Ämter Rheinhessen und Nordnassau sind nun für die Öffentlichkeit zugänglich.

Neue Bestände aus dem Zentralarchiv erschlossen

Erinnerungsalbum zur Konfirmation von 1968

Im Zentralarchiv der EKHN wurden mit den Religionspädagogischen Ämtern Rheinhessen (Best. 192) und Nordnassau (Best. 211) zwei umfangreiche Bestände neu erschlossen. Damit sind sie künftig unter Wahrung der Archivfristen im Lesesaal für die Öffentlichkeit einsehbar.

Mit der Gründung der EKHN 1947 begann die Kirchenverwaltung in Darmstadt mit dem Aufbau eines Schulreferates und sechs Katechetischer Ämter in den einzelnen Visitationsbezirken der EKHN – in Rheinhessen, Nordnassau, Südnassau, Südstarkenburg, Nordstarkenburg, Oberhessen, Frankfurt a.M.

Ab dem 1. Januar 1971 bildete das Schulreferat der Kirchenverwaltung zusammen mit den Katechetischen Ämtern das Religionspädagogische Amt (RPA) der EKHN. Die Katechetischen Ämter firmierten nun unter dem Namen Religionspädagogische Ämter, aus den Katechetischen Leitern wurden Studienleiter. Die Arbeit der Ämter veränderte sich dadurch jedoch kaum.

Am 1. August 2010 traten an die Stelle des Religionspädagogischen Amts fünf Kirchliche Schulämter und ein Religionspädagogisches Institut (RPI) mit regionalen Dienststellen. Letzteres wurde zum 1. Januar 2015 mit dem PTI der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) zum Religionspädagogischen Institut der EKKW und EKHN vereinigt.

Zwischen 1947 und 2010 waren die Katechetischen Ämter/Religionspädagogischen Studienleiter für alle Fragen des Religions- und Konfirmandenunterrichts in ihrem Bezirk verantwortlich. Zu ihren wichtigsten Aufgaben gehörte die Qualitätssicherung des Religionsunterrichtes. Dies geschah u.a. über Dekanatsarbeitsgemeinschaften für Lehrer und Pfarrer. Die Arbeitsgemeinschaften gehen noch auf die Tradition der Nassauischen Kirche zurück und wurden auch in der Ordnung der EKHN vom  1949 verankert (Absch. II, Art. 21, Abs. 2). Sie dienten der Fortbildung von Religionslehrern und Pfarrern in theologischen und religionspädagogischen Fragen. Daneben organisierten die Katechetischen Ämter Fortbildungsveranstaltungen, in denen Lehrer die staatliche Lehrbefähigung im Fach evangelische Religion und die kirchliche Bevollmächtigung für die Erteilung des Religionsunterrichts erwerben konnten. Die Studienleiter vertraten die Anliegen der Kirche im Bereich der verschiedenen Institutionen der Schule, unterstützten in Konfliktfällen, berieten Direktoren und Lehrer, arbeiteten bei der Erstellung der Rahmenrichtlinien und Unterrichtsmaterialen für den evangelischen Religionsunterricht mit und boten in Bibliotheken Unterlagen und Unterrichtsmaterial für Lehrer an. Außerdem arbeiteten die Ämter bei der Planung des Personals mit und koordinierten beispielsweise den Einsatz von Pfarrern als Religionslehrer. In den Beständen lassen sich daher sowohl gesamtgesellschaftliche, schulpolitische als auch religionspädagogische Entwicklungen in Rheinland-Pfalz und Hessen nachvollziehen.

Nach kurzer Voranmeldung können die Findbücher und Akten zur weiteren Forschung in unserem Lesesaal eingesehen werden. Gerne stehen wir Ihnen schon im Vorfeld eines Besuches beratend zur Seite. Bei Interesse schicken Sie einfach eine E-Mail an zentralarchiv(at)ekhn.de.

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